AMD-CEO Lisa Su zeigt Ryzen 7000

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AMD-CEO Lisa Su hat die Computex 2022 in Taipei eröffnet und dazu erste Ryzen 7000 Benchmarks gezeigt. AMD hat ausserdem die neue Business-Notebook-Linie «Ryzen 6000 Pro» vorgestellt und einen neuen Prozessor für Billig-Notebooks angekündigt, sowie die ersten AM5-Desktop-Mainboards gezeigt.

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Als Highlight der Keynote hat AMD-CEO Lisa Su die neuen Desktop-Prozessoren der Serie Ryzen 7000 und die Plattform AM5 vorgestellt. Laut Su wird ein Ryzen 7000 Preview-Prozessor kombiniert mit der neuen AM5-Plattform, die DDR5-Arbeitsspeicher und PCIe-5.0 Schnittstellen unterstützt, im Blender-Multithread-Benchmark gut 30 Prozent schneller sein als Intels aktuell zweitschnellster Desktop-CPU Core-i9 12900K.

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Ryzen 7000 basiert auf der neuen Architektur Zen 4, die neu in 5 Nanometer Halbleitertechnik gefertigt werden, um gegenüber den 7 Nanometer von Zen 3 (Ryzen 5000) noch mehr Transistoren auf den Siliziumplatten unterzubringen und gleichzeitig die Produktionsausbeute zu erhöhen. Die neuen Kerne sollen gegenüber Zen 3 über 5 Gigaherz (GHz) schnell takten (5.5 GHz Single-Core, 5 Ghz All-Core) und pro Befehl 15 Prozent schneller sein (Single-Thread), mit 1MB den doppelten L2-Cache erhalten und Künstliche Intelligenz (KI) einsetzen können, um die Leistung weiter zu beschleunigen. Die KI-Beschleunigung integriert die Technologie von Xilinx in Ryzen-Prozessoren, die AMD im Februar 2022 übernahm.

Ryzen 7000 setzt die AM5-Plattform voraus. AMD löst damit Ende 2022 die Plattform AM4 ab, die seit 2. März 2017 am Markt ist und seither jede neue Zen-Architekur
(Zen, Zen+, Zen 2 und Zen 3) für Desktop-PC aufnahm. AMD-Prozessoren ab Zen 4 unterstützen die neuen schnellen Standards mit DDR5-Arbeitsspeicher und Schnittstellen mit PCIe-5.0.

AMD zeigt neue Business-Linie und Billig-CPU für Notebooks

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Lisa Su hat ausserdem die neue Business-Notebook-Linie «Ryzen 6000 Pro» vorgestellt, um Geschäftskunden ab sofort mit neuen Sicherheitsfeatures der Ryzen 6000 professionell auszurüsten. Zudem wird der neue AMD Ryzen «Mendocino» ab Ende Jahr 2022 günstige Notebooks zwischen 400 bis 600 US-Dollar antreiben. Unterstützt wird der neue Billig-CPU der Ryzen 6000 Serie von 4 Kernen mit 8 Threads (4C/8T) der Architektur Zen3+ und RDNA2-Grafikkernen in der 6 Nanometer Fertigungstechnologie. Er übernimmt damit die Energieeffizienz von Ryzen 6000 für lange Akku-Laufzeit und kombiniert aktuelle Halbleiter-Technologie mit attraktiven Preisen für Einsteiger-Notebooks.

Dies klingt zur heutigen Zeit im Frühjahr 2022 nach einem bahnbrechenden Chip für kosteneffiziente Anschaffungen auf Ende Jahr, doch vom Zeitpunkt dieser Ankündigung bis zur Veröffentlichung des Chips liegt mit 6-7 Monaten eine Ewigkeit. Denn die brandneue Desktop-Plattform AM5 mit Prozessoren der Serie Ryzen 7000 soll laut Su bereits «im Herbst 2022» auf den Markt kommen. Und auch Konkurrent Intel wird die eigene neue 13. Generation mit der Architekur «Raptor Lake» auf die aktuellen 12. Generation «Alder Lake» folgen lassen. Greenbyte.ch erwartet, dass diese billigen und effizienten Notebooks AMD trotzdem ein grösseres Volumen am Notebook-Markt einbringen werden. Die Energieeffizienz und die Grafikleistung von Ryzen 6000 bilden aktuell die Spitzenklasse im Mobilmarkt.

(Marco Rohner)

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Marco Rohner
Journalistischer Unternehmer der neu erfindet, wie Geschichten in einer allzeit verbundenen Welt erzählt werden. Er ist Herausgeber von Greenbyte.ch, dem weltweit exklusiven Online-Magazin über den nachhaltigen Nutzen von Informationstechnologie, gegründet im Jahr 2011 und 500'000 Leser in den ersten drei Jahren erreicht.
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