Solarstrom für Swisscom-Rechenzentrum

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Swisscom hat den dreijährigen Umbau des Rechenzentrums in Zürich Herdern abgeschlossen. Sechs Lernende bauten die bisher grösste Solarstromanlage des Unternehmens auf das Dach. Das Gebäude von 1978 wurde für das Herzstück von Swisscom TV und die Daten von Grosskunden mit neuen Kühlern und Sicherheitssystemen aufgerüstet. Die Abwärme wird später ins öffentliche Netz eingespeist. 

Swisscom-Lehrling Sebastian setzt das erste Solarpanel in die Sonne. (Natalie Hamela)

Das Rechenzentrum (RZ) belegt 5100 Quadratmeter mit einer möglichen neuen Kühlleistung von 11 Megawatt. 2000 Server steuern Dienste wie Swisscom TV und speichern die Daten vieler Grosskunden. Neu eingebaut wurde eine energieeffiziente Klimazentrale sowie eine redundante Strom- und Kälteversorgung. Die Abwärme des gesamten Gebäudes von 13’000 Quadratmetern wird künftig ins öffentliche Netz eingespeist. Auf dem Dach haben sechs Swisscom-Lernende aus der ganzen Schweiz eine Solaranlage gebaut (LINK). Sie produziert die pro Jahr 100 Megawattstunden Strom für das Rechenzentrum. Für die 2000 Server reicht dies bei weitem nicht (knapp 4 Server-Standard-Racks mit 8000 Watt Leistung), aber als Vergleich würde der Solarstrom 20 Zürcher Haushalte versorgen.

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Im Rechenzentrum Zürich Herdern ist sich die Haupt-Infrastruktur von Swisscom TV auf rund 1500 Quadratmetern verteilt. Von dort flimmern die Filme, Programme und Aufnahmen an die Fernsehzuschauer. Durch die Telefonzentrale im Keller werden die Anrufe von Swisscom-Kunden von der Schweiz ins Ausland und umgekehrt geleitet. Zudem wird die Internetverbindung für einen grossen Teil der Kunden ermöglicht, E-Mails an ihre Empfänger weitergeleitet und Mobilfunkdienste wie SMS oder MMS verschickt.

Sicherheit für Geschäftskunden

Das Swisscom Rechenzentrum in Zürich-Herdern beherbert die bisher grösste Solarstrom-Anlage des Unternehmens. (pd)

Geschäftskunden profitieren im Rechenzentrum Zürich Herdern von redundant ausgelegten Systemen und speziellen Sicherheitsvorkehrungen. Der Zutritt zu den 3’600 Quadratmeter grossen Kundenbereich erfolgt über mehrere Schleusen, die durch ein elektronisches Kontrollsystem mit biometrischer Identifikation geschützt sind. Weitere Massnahmen wie Brandfrüherkennung, Brandbekämpfungsanlagen und Videoüberwachung erhöhen die Sicherheit zusätzlich.

Der Bau wurde von Mischa Badertscher Architekten AG geplant. Unter diesem Link finden sie Architektur-Bilder des ausgebauten Swisscom-RZ in Zürich-Hertern.

(Marco Rohner)

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