Twitter tritt Linux Foundation bei

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Twitter ist kurz als Silber-Mitglied in der Linux Foundation beigetreten. Der Twitter Open Source Manager Chris Aniszczyk hält zudem die Hauptrede an der Linuxcon in San Diego (USA). Wie viele Betreiber von High-Traffic-Websites, setzt Twitter in den eigenen Rechenzentren auf Open Source mit Linux-Servern und Big-Data-Software-Projekten. 

Schnabel als Markenzeichen: Der Twitter-Vogel und das Linux-Maskottchen Tux bilden ein Team für Open-Source. (pd)

Das weltweit tätige Social-Media-Unternehmen gesellt sich als Linux-Stiftungsmitglied offiziell zu zahlreichen prominenten IT-Unternehmen wie beispielsweise HP, IBM und Oracle. Twitter ist auch ein Sponsor der Apache Software Foundation und seit kurzem des World Wide Web Consortiums. Mit der Silber-Mitgliedschaft ist eine jährliche Zahlung von 15’000 Dollar verbunden. Zum Vergleich: Im Juni trat Samsung als Platin-Mitglied bei. Dies umfasst einen Sitz im Exekutivrat und den Mitgliederbeitrag von 500’000 Dollar. 

Die Linux Foundation koordiniert die unabhängige Entwicklung des Linux-Kernels und wird von ihren Mitgliedern finanziert. Chef-Entwickler wie Linus Torvalds und Greg Kroah-Hartman beziehen ihr Gehalt aus den Geldern dieser Stiftung.Der Open Source Manager Chris Aniszczyk von Twitter eröffnet die jährliche Ausgabe der nordamerikanischen Linuxcon in San Diego, die zusammen mit der Cloud-Open-Konferenz vom 29. bis 31. August stattfindet. Die europäische Linuxcon geht vom 5. bis 7. November in Barcelona über die Bühne.

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Twitter baut auf Open Source

Twitter ist bei weitem kein Neuling in der Open-Source-Welt. Es nutzt MySQL um Tweets zu speichern, und entwickelt seine eigenen, öffentlich freigegeben Fork. Twitter macht intensiven Gebrauch von Memcached und veröffentlicht den eigenen Fork Twemcache. Andere Open-Source-Werkzeuge sind Cassandra, Hadoop, Lucene und Pig, die Twitter in der eigenen Infrastruktur verwendet. Zudem im Einsatz bei Twitter sind: Zipkin, einer verteiltes Tracing-System; Scalding, die Scala-Bibliothek erleichtert das Schrieben von MapReduce-Jobs in Hadoop; Jago, ein Lastgenerator zum Testen von Diensten, bevor sie in die Produktion einfliessen.

(Marco Rohner)

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