Intel veröffentlicht Itanium-9500-Prozessoren

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Der amerikanische Chiphersteller hat die neue Prozessor-Serie Itanium 9500 für Unix- und Mainframe-Rechnersysteme vorgestellt. Itanium ist speziell für datenintensive, geschäftskritische Business Analytics-, Datenbank- oder -Anwendungen geeignet. Die Leistung wurde im Vergleich zum Vorgänger mehr als verdoppelt. Erweiterte Funktionen erhöhen die Ausfallsicherheit und Verfügbarkeit und verbessern die Wartung.

Der neue Intel Itanium-Prozessor 9500 verteilt die 3,1 Milliarden Transistoren auf 8 Kerne – doppelt so viele Kerne als sein Vorgänger. Auf dem Prozessor (CPU) sind je nach Modell bis zu 54 MB Cache verbaut. Ein Vollausbau eines Rechner-Boards mit bis zu vier Stück des neuen CPU ermöglicht neu maximal 2 Terabyte Arbeitsspeicher (energieeffiziente DIMM-Speichermodule mit geringer Spannung. Die Geschwindigkeit des Prozessors steigt gegenüber dem Vorgänger um 40 Prozent bei niedrigerer Leistungsaufnahme. Die neuen Taktraten reichen von 1,73 Gigaherz (GHz) und einer Leistungsaufnahme von 130 Watt bis zu 2,53 GHz mit 170 Watt Stromverbrauch. 

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Erweiterte Funktionen erhöhen die Ausfallsicherheit und Verfügbarkeit und verbessern die Wartung. Sie sind von Intel zusammengefasst als RAS (Reliability, Availability, Serviceability). Beispielsweise “Instruction Replay” sendet fehlgeleitete Befehle erneut. Dies vermeidet schwerwiegende Fehler, die Systeme vor Abstürzen sowie Daten-Korruption und -verlust besser schützen.

Intel führt Itanium näher an Xeon

Seit 2010 setzt Intel beim Itanium und bei den Intel Xeon Prozessoren auf gemeinsame Plattform-Komponenten wie Chipsätze, Interconnect-Module und Speicher. Mit dieser Strategie profitiert die Xeon-E7-Serie von den RAS-Funktionen des Intel Itanium Prozessors für höhere Ausfallsicherheit und Verfügbarkeit; ausserdem profitiert Itanium nun von Effizienz der Massenproduktion. Für die nächste Itanium-Serie «Kittson» setzt Intel bei der Entwicklung der Intel Itanium und Intel Xeon Prozessoren auf ein modulares Entwicklungsmodell. Dies erweitert die bisherige Strategie der gemeinsamen Plattform-Komponenten um gemeinsame Chip-Elemente und Sockel-Kompatibilität. Zudem können die OEM-Partner eine einheitliche Motherboard-Plattform für beide Architekturen nutzen. Die Intel Itanium Prozessoren finden breite Unterstützung durch Systemhersteller wie Bull, Hitachi, *, Inspur und NEC. Unternehmensanwendungen sind unter anderem von Anbietern wie Oracle, , SAS, Sybase und dem Genfer Bankensoftware-Hersteller Temenos erhältlich.

(Marco Rohner)

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