SAP-Anwender erhöhen Budget

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Die diesjährigen IT-Budgets von Schweizer Unternehmen sind nicht für SAP Hana vorgesehen, sondern für Virtualisierung und mobile Anwendungen. In der Schweiz ist auch Cloud Computing sehr wichtig. Dies ergab die neunte Investitionsumfrage der deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG). Insgesamt steigen die geplanten IT-Budgets.

DSAG-Vorstandsvorsitzender Karl Liebstückel sieht den Hypes gelassen entgegen. (pd)

323 CIOs und Unternehmensvertreter der DSAG-Mitgliederfirmen haben im November und Dezember des vergangenen Jahres an der Umfrage teilgenommen. Nur 4 Prozent von ihnen sind bereit, sich schon dieses Jahr mit dem aktuellen Hype-Thema SAP Hana zu beschäftigen. «SAP Hana ist eine sehr junge Technologie, die im IT-Alltag erst noch ihre Tauglichkeit beweisen muss. Dann werden auch die Schweizer Unternehmen konkrete Business-Cases aufsetzen», sagte Christian Zumbach, DSAG-Vorstand für das Ressort Schweiz. Die 1997 als eingetragener Verein gegründete DSAG zählt heute über 2.500 Mitgliedsunternehmen und hat sich als eine der grössten SAP-Anwendergruppen weltweit etabliert.

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Befragte forcieren Virtualisierung

62 Prozent der befragten Vertreter von Schweizer Unternehmen wollen in die Virtualisierung investieren, 54 Prozent in mobile Anwendungen. Ein Drittel der Befragten steckt Geld in Cloud Computing. Für die Schweizer Unternehmen ist Cloud Computing fast doppelt so wichtig wie für den kompletten deutschsprachigen Raum, der nur auf 18 Prozent kommt. «Diese drei Trends werden den IT-Alltag zunehmend prägen. Einerseits erhöhen diese Technologien die Konkurrenzfähigkeit, andererseits unterstützen sie das steigende Bedürfnis, jederzeit und an jedem Ort auf die Applikationen zugreifen zu können», beurteilt Zumbach das Ergebnis.

«Ungeachtet des Hypes um Cloud Computing oder Mobilität ist die Investitionsbereitschaft von Kunden im ERP-Umfeld nach wie vor am grössten.» Karl Liebstückel, DSAG

Schon länger entschieden haben sich die DSAG-Mitglieder beim Thema Support. Mittlerweile setzen 57 Prozent der befragten Schweizer Unternehmen auf den Enterprise-Support und nur noch 26 Prozent vertrauen auf den Standard-Support. Im DACH-Gebiet halten sich die beiden Varianten die Waage. «Nur fünf Prozent der Befragten schätzen den Mehrwert des Enterprise-Support als sehr hoch ein, 30 Prozent dagegen finden ihn eher mittelmässig», sagte Zumbach. Der Mehrwert dieser Variante sei noch zu wenig bekannt.

Budgets für SAP-Portfolio steigen um 30 Prozent

Für DSAG-Vorstand Christian Zumbach ist der Mehrwert des Enterprise-Supports noch zu wenig bekannt. (pd)

Über ein Drittel der Befragten planen mehr in das SAP-Produktportfolio zu investieren. Die Budgets dazu sollen insgesamt um 30 Prozent steigen. Diese Investitionen konzentrieren sich auf Prozesse (56 Prozent), Software, Lizenzen und Upgrade-Projekte (36 Prozent) sowie Hardware (18 Prozent). Am stärksten investieren die Unternehmen in SAP ERP (62 Prozent) und Netweaver (38 Prozent). 86 Prozent der Umfrageteilnehmer haben ein SAP ERP 6.0-System im Einsatz.

Bei den ERP-Lösungen dominiert der Bereich Logistik mit 41 Prozent. Auch das Rechnungswesen steht mit 27 Prozent im Fokus. Bei Netweaver führt Business Warehouse mit 19 Prozent die Rangliste an, gefolgt vom Netweaver-Portal (10 Prozent). 15 Prozent der Befragten planen zudem, in den SAP Solution Manager zu investieren.

«Ungeachtet des Hypes um Cloud Computing oder Mobilität ist die Investitionsbereitschaft von Kunden im ERP-Umfeld nach wie vor am grössten», ergänzte der DSAG-Vorstandsvorsitzender Karl Liebstückel. Dies zeige, dass ERP auch in Zukunft den Mittelpunkt integrierter SAP-Landschaften bilden werde.

(Marco Rohner)

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