Globus beschleunigt Datenanalyse mit SAP Hana

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Das Schweizer Einzelhandelsunternehmen Magazine zum Globus hat SAP Hana für die eigene Datenanalyse eingeführt. Der Mutterkonzern Migros prüft weitere Einsatzmöglichkeiten.

2011 erzielte das Warenhaus-Kette Globus mit 3’300 Angestellten einen Umsatz von 710 Mio. Franken. (pd)

Weltweit trifft die neue Entwicklung des SAP-Mitgründers Hasso Plattner auf Nachfrage. SAP Hana beschleunigt nun auch das Migros-Tocherunternehmen Globus. Lieferscheine und Rechnungen für die rund 800’000 Artikel von weltweit 3’500 Lieferanten lassen sich neu direkt mit hinterlegten Lieferkonditionen abgleichen. Bei Globus steigt die Geschwindigkeit dieser komplexen Datenbank-Auswertungen mit dem neuen System teilweise um mehr als das Zehnfache. Für die Anwender der Benutzeroberfläche ändert sich nichts. Möglich macht dies die Kombination der bisherigen Software (NetWeaver BW), die alle Datenquellen zusammenfügt, mit der In-Memory-Technologie Hana von SAP.

Sämtliche Datenbestände des unternehmensweiten Berichtswesens werden in der Datenbank von Hana vorgehalten und verarbeitet. «Bei Globus analysieren wir beispielsweise die Verkaufsdaten einzelner Produkte. Dies ermöglicht rasche  Entscheidungen über Preis, Promotionen oder Logistikprozesse. Die erhöhte Geschwindigkeit ermöglicht neue Geschäftsprozesse, etwa im Bereich der Kassendatenanalysen oder im Slowsellerhandling», sagt Alexander Weiss, Leiter Prozesse & BW, Migros-Genossenschafts-Bund. Aktuell prüfe die Migros-Gruppe weitere Einsatzmöglichkeiten.

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Funktionsweise von Hana hilft zur schnellen Datenanalyse

Grosse Datenabfragen dauern normalerweise sehr lange. Hana bringt die Daten vom Festplattenspeicher in den Arbeitsspeicher (Memory) des Computer-Systems. Weil der Arbeitsspeicher Daten mit viel höherer Geschwindigkeit liefert als die Festplatte, arbeitet der Prozessor effizienter. Gleichzeitig steigt aber das Volumen des benötigten Arbeitsspeichers: unter 128 Gigabyte für die kleinste Server-Variante geht laut IBM-Produktkatalog gar nichts. Kompressionsalgorithmen und Datenstrukturen minimieren den benötigten Speicherbedarf, dadurch lassen sich die Daten sicherer verwalten, weil der Arbeitsspeicher ein flüchtiger Speicher ist – ohne Strom sind die Daten weg. SAP gibt deshalb auch die strenge Hardware-Konfiguration den Herstellern vor: Nur die schnellsten Festplattenspeicher werden zugelassen und von SAP für Hana zertifiziert.

(Marco Rohner)

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