Bund schreibt vierten Wettbewerb zum Stromsparen aus

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Das Bundesamt für Energie (BFE) hat die vierten Wettbewerb zum Stromsparen ausgeschrieben.  Mit einem Budget von 18 Millionen Franken fördert der Bund Projekte und Programme für Energieeffizienz. Die gesuchten Projekte  sollen möglichst kostengünstig zum sparsameren Stromverbrauch im Industrie- und Dienstleistungsbereich und in den Haushalten beitragen. Die Auswahl erfolgt im zweiten Quartal 2013. Insgesamt steht ein Budget von 18 Millionen Franken zur Verfügung.

Solarpanels, die wie Segel im Wind stehen, haben wir in der Schweiz noch keine gesehen, doch das Bundesamt für Energie fördert unwirtschaftliche Stromsparprojekte mit weiteren 18 Millionen Franken. (pd)

116 Projekte und 30 Programme wurden in den drei ersten Wettbewerblichen Ausschreibungen ausgewählt. Sie bringen jährliche Stromeinsparungen von rund 140 Millionen Kilowattstunden. Darin waren bisher auffallend wenig ICT-Projekte enthalten. Im dritten Wettbewerb von Mitte des Jahres 2012 floss 1 Mio. Franken in ein Rechenzentrum der Firma  SwissElectricity.com SA. Fast gleich viel ging an das Stromunternehmen BKW FM Energie für Beleuchtung von Läden und Ersatz von Umwälzpumpen. Weitere rund 13 Millionen zahlte der Bund an Unternehmen wie Coop, Siemens oder Feldschlösschen für Stromsparprogramme in den Bereichen Kälte, Beleuchtung oder mechanische Prozesse.

Neue Regeln für 18 Millionen Franken Wettbewerbsbudget

Das Budget für die Ausschreibungen im Jahr 2013 liegt bei 18 Millionen Franken. Davon sind 8 Millionen Franken für Projekte und 5 Millionen Franken für Programme reserviert. Die restlichen 5 Millionen Franken werden auf weitere Projekte oder Programme mit dem besten Kosten-Nutzen-Verhältnis aufgeteilt.

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Für die vierte Runde wurden die Anforderungen leicht angepasst. Gefragt sind vor allem Zusatzanforderungen an Projekte und Programme in den Bereichen Betriebsoptimierung und hocheffiziente Geräte. Projekteigner müssen nachweisen, dass die Projekte nicht wirtschaftlich sind und ohne Förderbeiträge nicht realisiert würden. Den Zuschlag erhalten die Projekte oder Programme mit dem besten Kosten-Nutzen-Verhältnis, das heisst mit der billigsten eingesparten Kilowattstunde.

Gemäss Pressemitteilung des Bundes wurden aufgrund der Erfahrungen der ersten drei Ausschreibungsrunden der Vergabeprozess und Zuschlagskriterien revidiert. Neu ist die Eingabe von Projekten durch Arbeitsgemeinschaften  und Interessengemeinschaften möglich. Die Wettbewerblichen Ausschreibungen werden  im Auftrag des Bundesamts für Energie von der Firma Cim Ark SA in Sitten durchgeführt. Die detaillierte Ausschreibungsdokumentation ist auf der Website von Pro Kilowatt verfügbar.

(Marco Rohner)

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