14. NIFFF begeistert 33’000 Besucher

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Die 14. Ausgabe des Neuchâtel International Fantastic Film Festivals (NIFFF) ist beendet mit der Preisverleihung und einem neuen Besucherrekord: 33’000 Besucher in 9 Tagen. Edouard Waintrop überreichte als Präsident der Internationalen Jury den «Narcisse» für den besten Film an Gerard Johnstone, den Macher von Housebound. Im Rahmenprogramm erhielten Schweizer Spielmacher erhielten insgesamt 150’000 Franken.

What we do in the shadows

Der Publikumspreis des Westschweizer-Fernsehens geht an die Vampir-Doku-Komödie „What we do in the shadows“.

Das Neuchâtel International Fantastic Film Festivals (NIFFF) hat in diesem Jahr wärend 9 Tagen die Aktualität des Fantastischen Films wiedergegeben. Dem internationale Wettbewerb, der Hauptsektion in Neuenburg, ist es gelungen, ein Gleichgewicht zwischen den aktuell bedeutensten Filmen und Beiträgen aus der Avant-Garde herzustellen. Das Publikum sah 108 Filme (80 Lang- und 28 Kurzfilme) aus 28 Ländern an insgesamt 138 Vorführungen. Das Festival empfing über 120 Gäste, um Filmliebhaber mit den Grössen des gegenwärtigen fantastischen Films näher zu bringen. Zu den mehr als 33’000 Eintritten (2013: 31’200) kamen bisher über 125’000 Zuschauer der Online-Übertragung hinzu. Besonders die beiden Master Class der amerikanischen Ehrengäste, des Filmemachers und Showmans Kevin Smith und des Schriftstellers George R. R. Martin, zogen Aufmerksamkeit auf sich. Die Preisverleihung und das Kolloquium zu TV-Serien-Drehbüchern sind ebenfalls zum nachträglichen Ansehen abrufbereit.

Game of Thrones in Neuenburg

Game of Thrones Dragon

Neben den Drachen aus Game of Thrones, deren VFX-Macher von der Produktion erzählte, hat der Autor des Epos, George R.R. Martin, das NIFFF als Ehrengast besucht.

Der Coup ist den Festival-Veranstaltern mit dem Fantasy-, Science-Fiction- und Horrorautor George R.R. Martin gelungen. Seine Buch-Serie „A Song Of Ice And Fire“ liefert die Vorlage für die TV-Hitserie Game of Thrones. „George R.R. Martin haben wir 2009 kontaktiert, noch bevor Game of Thrones über die Sender ging. Er hatte für die Ausgabe 2013 zugesagt, den Besuch dann aber auf 2014 verschoben“, sagte Anais Emery, Mit-Gründerin und Artistic Director des NIFFF.

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Martin beehrte Neuenburg mit seinem Besuch, einer mehrstündigen Master Class und fast ebensolanger Autogrammrunde sowie seiner Teilnahme an der Podiumsdiskussion TV Series Storyworlds – Writer’s Room. Martin wählte für seine Carte Blanche des Festival drei Filme, die seine Filmleidenschaft prägten und nachmals den Besuchern gezeigt wurden: Casablanca (1942), Psycho (1960) und Forbidden Planet (1956).

Im täglichen Festival-Zentrum des Théâtre du Passage gab eine Bilderausstellung zu Martins Buchserie „A Song Of Ice And Fire“ für Atmosphäre. Der deutsche VFX-Supervisor Sven Martin von Pixomondo zeigte am Symposium Imaging the Future, einer NIFFF-Parallelveranstaltung, wie die Drachen von Game of Thrones mit digitaler Tricktechnik zum Leben erweckt wurden.

Hommage an HR Giger

14. Ausgabe des NIFFF war dem im letzten Mai verstorbenen HR Giger gewidmet. Es sollte nicht nur der ausserordentliche Künstler geehrt werden, der auch den «Narcisse» entwarf, sondern auch der Mensch, der vor fast 15 Jahren nach Neuenburg kam, um das verrückte Projekt NIFFF von ein paar leidenschaftlichen Freaks zu unterstützen. Zwei der drei Gründer sind immer noch bei der NIFFF-Organisation dabei: die künstlerische Leiterin (Artistic Director) Anaïs Emery und der Vice-President Pierre-Yves Jeanneret.

Reichhaltiges Nebenprogramm mit VFX und Games

Die weiteren, zunehmend wichtigen Nebenanlässe des NIFFF sprechen ein vielfältiges berufliches und privates Publikum an. Uns war uns besonders die 9. Ausgabe des Symposiums Imagine The Future aufgefallen, wo vor allem die Auftritte der Spezialisten aus den grossen Londoner VFX-Studios regen Zuspruch fanden. Im Rahmen des Epic Game Jam, einem 45-Stunden-Hackathon, stellten 110 unabhängige Spieleentwickler aus 14 Ländern 39 Game-Projekte auf die Beine. Mitorganisiert wurde der Epic Game Jam von der Stadt Neuenburg, der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia und der Swiss Game Developers Association (SGDA).

Swiss Games Banner

Zusätzlich dazu wurden die Preise des «Call for Projects: Swiss Games 2012/2013» verliehen. Die internationale Jury verfügte über einen Rahmenkredit von CHF 150’000, wobei pro Projekt maximal CHF 50’000 vergeben werden durften. Das sind Preissummen, von denen die Filmemacher im Wettbewerb des NIFFF nur träumen können,- Als Beispiel: der Narcissse für den besten Film und den besten Schweizer-Kurzfilm ist mit je 10’000 Franken dotiert. Im Games-Bereich gibt es aber auch noch viel weniger Wettbewerbe und sonstige Fördermittel als im Film.

Die NIFFF-Gewinner 2014

Preis H.R. Giger «Narcisse» für den besten Film

HOUSEBOUND – Gerard Johnstone (NZ)

Silberner Méliès für den besten europäischen Spielfilm

BLIND – Eskil Vogt (NO)

 

Preis H.R. Giger «Narcisse» für den besten Schweizer Kurzfilm

LOTHAR – Luca Zuberbühler (CH)

 

Silberner Méliès für den besten europäischen Kurzfilm 

LOTHAR – Luca Zuberbühler (CH)

Preis NIFFF Der Internationalen Filmkritik

IT FOLLOWS – David Robert Mitchell (US)

Preis Imaging The Future für das beste Produktionsdesign

THE MOLE SONG : UNDERCOVER AGENT REIJI – Takashi Miike (JP)

 

Preis für den besten asiatischen Film (Publikumspreis)

YASMINE – Siti Kamaluddin & Ching Chan Man (BN)

Preis der Jugend Denis-De-Rougemont

IT FOLLOWS – David Robert Mitchell (US)

RTS-Publikumspreis

WHAT WE DO IN THE SHADOWS – Jemaine Clement & Taika Waititi (NZ/US)

Livestreams

http://new.livestream.com/nifff (Verfügbar für einen Monat)


George R.R. Martin Masterclass – NIFFF 2014

(Marco Rohner)

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