Sparmodus für St.Galler Informatik

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Der Kanton St.Gallen will Betriebskosten in der Informatik sparen. Das laufende Budget sei bereits halbiert. Die Kantonsregierung verkündete dies in der Anwort auf eine Interpellation des freisinnigen Kantonsrats Walter Locher. Der Kanton möchte aber IT-Investitionen beibehalten, wenn sie Kosten sparen, die Geschäftsabwicklung verbessern oder sonst einen Zusatznutzen bringen.

Für die Informatik des Kantons St. Gallen, im Bild die Fürstabtei, seien rund 65 Millionen Franken zu viel. (Hansueli Krapf)

In der laufenden Periode von 2009 bis 2015 beträgt das Informatikbudget des Kantons rund 1,5 Prozent des Gesamtaufwands. Dies entspricht zwischen 60,8 und 68,9 Millionen Franken pro Jahr. Das „St. Galler Tagblatt“ zitiert aus der Antwort der Kantonsregierung, dass man mit den 1,5 Prozent sehr gut da stehe im Vergleich mit der Privatwirtschaft. 85 Prozent des Geldes fliessen in Betriebskosten, die der Kanton kurzfristig aufgrund bestehender Verträge kaum verändern könne. Die Regierung erarbeitet derzeit Massnahmen, um die Betriebskosten dauerhaft zu reduzieren und so zu begrenzen, dass genügend Spielraum für Investitionen bleibe.

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Für Locher sind Informatikprojekte in der Regel zu kompliziert; sie würden zudem mit einem grossen Ressourcenaufwand realisiert. Er sorgt sich um eigentlich unnötig gebundene Kräfte und Mittel aus der Verwaltung. Locher habe immer wieder von Projekte gehört, die am Benutzer vorbei geplant waren.

Die Regierung antwortete, dass man derzeit einen Sparkurs fahre und die Informatikausgaben für das laufende Jahr halbiert wurden. Dies sei jedoch kein Dauerzustand, sonst entstehe grosser Nachholbedarf und die Verwaltungsgeschäfte würden nachhaltig geschwächt.

(Marco Rohner)

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