Überblick im Lizenz-Dschungel: Office-Cloud mit Microsoft

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Das neue Office für zukunftsfähige Arbeitsplatzmodelle beleuchtet Gastautor Axel Oppermann, Senior Advisor der Experton Group. Er hat in seinem ersten Artikel bereit die Neuheiten und Facetten aus der Welt der Lizenzen des neuen Office aufgegriffen. Er ergänzt dies mit dem Teilaspekt zu den Cloud-Lösungen über RDS (Remote Desktop Services) und Office 365 Pro Plus.

Microsoft Meeting Room

Microsoft lässt Office-Kunden auf mehreren Geräten und in der Cloud zusammen arbeiten. (pd)

Microsoft will auch zukünftig mit seinen Office-Produktivitätslösungen eine zentrale Rolle in Unternehmen einnehmen. Dabei gilt es, die gegenwärtigen Entwicklungen und zukünftigen Trends der Arbeitswelt abzudecken. Gegenwärtig sind dies die soziale Netzwerke zum Vernetzen von Menschen, die Verfügbarkeit von Inhalten und Kompetenzen sowie flexiblere Gestaltung der Arbeit. Auch Mobilität, sowohl der Mitarbeiter wie auch der IT, sind ein zentraler Erfolgsfaktor für flexiblere Arbeitsmodelle. Die neuen technologische Möglichkeiten erhöhen nicht die Mobilität als solches, sondern ermöglichen eine höhere Effizienz der Mitarbeiter.

Mehr Effizienz lässt sich durch zwei miteinander verbundene Aufgaben erreichen: die Business-Prozesse lassen sich mobilisieren, so dass mobiles Arbeiten und Managen möglich wird, und die neuen Technologien lassen sich bereitstellen, um diese neuen bzw. angepassten Geschäftsprozesse optimal zu unterstützen.

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App-V-Technologie beschleunigt Installationen

Entscheidend für die agile und dynamische Gestaltung der Arbeitsplätze ist das «Deployment» (Bereitstellung). Deshalb hat Microsoft das neue Office von Grund auf als Dienst entwickelt. Deutlich wird dies an unterschiedlichen Facetten; eine ist, wie Anwender oder die Unternehmens-IT ihre Office-Anwendungen warten, installieren und mit diesen interagieren. Die neue Installationsroutine für heisst «Click-to-Run». Hierbei werden die Anwendungskomponenten priorisiert und «gestreamt», so dass der Anwender die Office-Anwendungen direkt produktiv nutzen kann, während die volle Installation noch im Hintergrund durchgeführt und abgeschlossen wird. Dieser neue Weg wird durch eine Technologie der Anwendungsvirtualisierung ermöglicht. Die Streaming- und Virtualisierungsfunktionen basieren auf Technologien aus «Microsoft Application Virtualization» (auch bekannt als App-V). Hierbei handelt es sich in Bezug auf die Installation und Pflege von Office seit der Einführung des Windows Installers (MSI) um eine der wertvollsten und wichtigsten Neuheiten.

Noch kurz zu «Click-to-Run» (eingedeutscht auch als Klick-und-los bezeichnet). Diese Funktion nutzt Virtualisierungstechnologie, um Office in einer eigenständigen, virtuellen Umgebung auf dem lokalen PC auszuführen. Dank dieser Isolation können die Office-Produktdateien und -Einstellungen an einem separaten Ort gespeichert werden. Dies führt dazu, dass keine bereits installierten Anwendungen auf dem Computer geändert werden. So ist auch keine Deinstallation früherer Office-Versionen erforderlich, um aktuelle Versionen nutzen zu können. Dies ist für einige Anwender-Bedürfnisse ein grosser Vorteil.

Office 365 Pro Plus: Lizenz pro Nutzer mit fünf Geräten

Windows-Tablet

Ein Windows-Tablet kann für Office 2013 und Office 365 mit der richtigen Lizenz problemlos in die Unternehmens-IT integriert werden. (pd)

Bevor auf das Thema Remote Desktop Services (RDS) genauer eingegangen wird, soll an dieser Stelle ein kurzer Abriss über die generellen Möglichkeiten einer Installation erfolgen: Eine der sicherlich interessantesten und wichtigsten Neuerungen, die mit dem aktuellen Office einhergehen, ist, dass die neue Office-Anwendung im Rahmen der Office 365-Lösungen als Abonnement lizenziert werden kann. Die Software kann dabei lokal auf den Geräten installiert und genutzt, aber auch gleichzeitig über die Microsoft Cloud als «Office on Demand» in Anspruch genommen werden. Hierbei handelt es sich um «Office 365 Pro Plus».

Im Unterschied zu Office Professional Plus 2013 wird Office 365 Pro Plus pro Nutzer lizenziert. Dieser darf Office auf fünf Geräten nutzen – unabhängig davon, ob es sich um einen Firmen-PC, einen Mac, ein privates oder öffentliches Gerät handelt. Und gerade hier liegt ein entscheidender Vorteil in der Lizenzierung: Der Fokus auf den Anwender wird den geänderten Nutzungsgewohnheiten und der Agilität im Tagesgeschäft gerecht. Diese Agilität wird noch weiter gesteigert, wenn Office 365 Pro Plus über einen Volumenlizenzvertrag beschafft wird. In diesem Fall kann dann eins der fünf Endgeräte auch ein Terminal Server sein. Geregelt wird dies in den Produkt-Benutzungsrechten (Product Use Rights, PUR). Diese Rechte sind ein fester Bestandteil der Lizenz zwischen Microsoft und den Microsoft-Volumenlizenz-Kunden. In der aktuellen Version der PUR gelten folgende Office 365-Abonnements als berechtigt, Office 365 Pro Plus einzusetzen und zu nutzen:

  • Nutzer-Abonnement-Lizenz (AL)  für Office 365 Midsize Business
  • Nutzer-AL für Office 365 Pro Plus oder
  • Nutzer-AL für Office 365 Enterprise E3-E4 oder
  • Nutzer-AL für Office Professional Plus A oder
  • Nutzer-AL für Office 365 Education A3-A4 oder
  • Core CAL Suite (mit aktiver Software Assurance) mit Nutzer-AL-Add-On für Office 365 Education A3 (A4) oder
  • Enterprise CAL Suite (mit aktiver Software Assurance) mit Nutzer-AL-Add-On für Office 365 Education A3 (A4) oder
  • Core CAL Suite (mit aktiver Software Assurance) mit Nutzer-AL-Add-On für Office Pro Plus (mit aktiver Software Assurance) und Office 365 Education A3 (A4) oder
  • Enterprise CAL Suite (mit aktiver Software Assurance) mit Nutzer-AL-Add-On für Office Pro Plus (mit aktiver Software Assurance ) und Office 365 Education A3 (A4) oder
  • Office Pro Plus (mit aktiver Software Assurance ) mit Nutzer-AL-Add-On für Office 365 Education A3 (A4) oder
  • Nutzer-AL für Office Professional Plus G oder
  • Nutzer-AL für Office 365 Government G3 oder
  • Nutzer-AL für Office 365 Government G4

Technische Umsetzung für Terminal Server

Office 365 Pro Plus lässt sich jedoch technisch nicht auf einem Server mit aktivierter RDS-Rolle (Terminal Server) installieren. Aus diesem Grund muss eine Art Brückenlösung genutzt werden. Diese ist in der Microsoft Produktliste (Product List) zu finden. Bei dieser Liste handelt es sich um ein Dokument, welches monatlich aktualisiert über Microsoft Services und Software informiert. Dieses Dokument ist Bestandteil von jedem Volumenlizenzvertrag.

Um die Bereitstellung technisch durchführen zu können, wird (mindestens) eine Office Professional Plus 2013-Volumenlizenz (nebst Key und Software) benötigt. Die Nutzung (die Zugriffe) der einzelnen Anwender werden über ein Office 365-Abonnement abgebildet, das Office 365 Pro Plus enthält, beschafft über eine Volumenlizenz (siehe Liste oben). Dies kann zum Beispiel Office 365 Midsize sein.

Fazit

Das neue Office bietet eine Vielzahl von unterschiedlichen Beschaffungs- und Bereitstellungsmodellen. Office-Desktop-Anwendungen über Terminal Server stellt ein probates Mittel dar, die Office-Client-Software agil und flexibel bereitzustellen.Voraussetzung ist ein aktiver Volumenlizenzvertrag. Ferner gilt es, auf die Rahmenparameter und Voraussetzungen zu achten, die in den Produktbenutzungsrechten und der Produktliste geregelt sind.

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(Axel Oppermann, Experton)

Formales

Mit «Terminal Server» und RDS (Remote Desktop Services) sind identische Lösungen gemeint. Die Ausführungen sind in Ausdruck und Formulierungen soweit wie es geht simplifiziert. Ziel ist es, eine hohe Verständlichkeit bei umfassender Verbindlichkeit zu erreichen. Grundsätzlich gelten jedoch die jeweiligen Lizenzierungsbedingungen und Formalien von Microsoft.

Die Lizenzgrundlage für den RDS-Betrieb ist durch die Produkt-Benutzungsrechte (Product Use Rights, PUR der Microsoft Volumenlizenz-Programme) geregelt, und demnach ist der Erwerb einer Office Professional Plus 2013-Lizenz (zur Installation – respektive dem Betrieb – auf dem RDS Server) via Microsoft Volumenlizenz-Programm notwendig. Ferner ist eine der Anzahl der RDS-Nutzer entsprechende Menge an Office 365 Pro Plus-Lizenzen ebenfalls via Volumenlizenzierung erforderlich. Dies ist exemplarisch in Form von Office 365 Midsize Business unter dem Volumenlizenz-Programm OPEN möglich.

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Herausgeber von Greenbyte.ch, dem weltweit exklusiven Online-Magazin über den nachhaltigen Nutzen von Informationstechnologie, gegründet im Jahr 2011 und 500'000 Leser in den ersten drei Jahren erreicht.