Steve Balmer startet Office 365

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Microsoft-CEO Steve Balmer hat den Cloud-Service «Office 365» offiziell gestartet. Die Online-Plattform für Microsoft Office-Software sorgt für den Datenaustausch in Echtzeit. Dies ermöglicht ab sofort Internet-Zusammenarbeit und erhöhte Produktivität. Pro Monat und Nutzer sind minimal drei (rein webbasierter Kiosk) bis 39 Franken fällig.

Steve Balmer führt Office in die Cloud. (pd)

Office 365 erweitert die 2010er-Versionen von Exchange, Share Point, Office Communications Online and Live Meeting – die letzten beiden sind in Office 365 zu Lync fusioniert. Mit dem Start von Office 365 hat Microsoft speziell kleine und mittlere Unternehmen vom Betrieb eigener IT-Infrastruktur befreit. «Wir wollen die Bedürfnisse von möglichst vielen verschiedenen Unternehmen erfüllen, deshalb ist der Dienst besonders für KMUs nützlich», sagte Balmer. Weltweit nutzen mehr als eine Milliarde Menschen Microsoft Office. «Starbucks und Volvo arbeiten schon mit dem neuen Cloud-Dienst, doch 70 Prozent der Testunternehmen sind KMUs», so Balmer.

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Für einen monatlichen Pauschalpreis zwischen drei und 39 Franken kommen Microsoft-Office-Nutzer nun auch in den Genuss von Zusammenarbeit, wie ihn Konkurrenten schon seit Jahren anbieten. Microsoft und die Partner garantieren für den Service mit 24/7-Telefonsupport, Verfügbarkeit von 99,9 Prozent und Geld-zurück-Garantie bei Nichterfüllung. Einen echten Mehrwert für Partner könnte der integrierte App-Store werden.

Der Zugriff auf die Cloud-Services von Office 365 kann über bestehende Office-Software für Windows und Windows Mobile erfolgen, doch Microsoft hat auch den Zugriff per OSX, iOS und Android ermöglicht. Eine Web-Oberfläche ist ebenfalls vorgesehen, womit theoretisch ein Zugriff mit Linux-Distributionen möglich wäre. Die Microsoft-Pressestelle bestätigte gegenüber Greenbyte.ch, dass Office 365 mit Linux grundsätzlich kompatibel ist, sofern die unterstützten Browser (wie Firefox) verwendet werden.

Laut Microsoft bieten über 400 Schweizer Partner Office 365 an. Swisscom und den Mutterkonzern von UPC Cablecom hat Steve Balmer bereits als Partner angekündigt, sowie weitere in der Schweiz tätige Unternehmen wie BT, Ricoh und Orange Business Services. Die Rechenzentren für die Microsoft-Cloud-Dienste stehen in Amsterdam und Dublin.  Die Markteinführung könnte je nach Anbieter aber noch etwas dauern, beispielsweise hat Swisscom laut eigenen Angaben erst Ende Jahr das neue Angebot bereit.

(Marco Rohner)

Microsoft will mit Office 365 der Konkurrenz von Google entgegentreten. Um die Infografik zu vergrössern, klicken sie auf das Bild. (pd)

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Herausgeber von Greenbyte.ch, dem weltweit exklusiven Online-Magazin über den nachhaltigen Nutzen von Informationstechnologie, gegründet im Jahr 2011 und 500'000 Leser in den ersten drei Jahren erreicht.