Verbrauch des Cloud Computing

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ABB hat eine Infografik veröffentlicht, die den Energieverbrauch von Rechenzentren und einige Missstände hervorhebt. Dazu zeigt eine zweite Infografik der amerikanischen Horn Group eine Auswahl der grössten Verbraucher: Firmen und Services, die Cloud Computing anbieten. Die allergrössten Verbraucher sind natürlich wir, die Nutzer dieser Services – doch im Gegenzug brauchen wir weniger Energie.

Als eine der grössten Verschwendungen wird in der ABB-Infografik der Wandlung von Strom beigemessen – ganz im Sinne von ABB natürlich, die genau in diesem Bereich effizientere Wandler anbieten. Die Vergleiche sind aber auch so schon dramatisch genug; der Energieverbrauch der globalen Rechenzentren entspricht dem 1,5-fachen Stromkonsum der Stadt New York. Die Grafik ist leider in Englisch. Hier einige übersetzte Auszüge:

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  • Die Gebäudefläche von Rechenzentren wächst global 10 Prozent im Jahr. Die grössten belegen 1 Million Quadratmeter, das entspricht 17 Fussballfeldern. In diesen Räumen verheizt das 100-fache der Energie eines ähnlich grossen Bürogebäudes.
  • 30 Prozent des Energieverbrauchs gehen beim Kühlen verloren. Das heisst auf den billigen amerikanischen Strompreis übertragen, dass 281 Millionen Dollar pro Jahr zum Fenster hinausgeworfen werden.
  • Standby-Batterien, Mikrochips und weitere Komponenten benötigen Gleichstrom, doch die heutige Infrastruktur von Rechenzentren läuft mit Wechselstrom. Der Strom wird an fünf verschiedenen Stellen im Rechenzentrum gewandelt. Dies kostet 20 Prozent Energie der ganzen Infrastruktur. Allein die CO2-Emissionen dieses Verlustes sind gleich gross, wenn ein Auto mit 89 Stundenkilometer für 308’000 Jahre ununterbrochen fahren würde. Das entspricht einer Distanz von der Erde zum Mars – und zwar 700 Mal hin und zurück.

(Marco Rohner)


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