HP startet neue Cloud-Infrastruktur

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HP Schweiz hat im vergangenen Geschäftsjahr sowohl an Umsatz als auch an Gewinn zugelegt. Gemäss Country General Managerin Hauke Stars sei der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um rund 5 Prozent gewachsen, trotz den Turbulenzen um die PC-Sparte inklusive dem CEO-Wechsel. Die Software-Sparte erreichte laut Stars den höchsten Umsatz von  allen HP-Niederlassungen weltweit.

Trotz den Turbulenzen im Jahr 2011 bleibt die Bilanz von HP ausgeglichen. (pd)

HP Schweiz Country General Managerin Hauke Stars hat an der Jahrespressekonferenz auf ein erfolgreiches Jahr zurückgeblickt. Gemäss eigenen Angaben ist HP in der Schweiz schneller als der Markt gewachsen. Hewlett-Packard darf als Niederlassung eines US-börsenquotierten Unternehmens keine nationalen Zahlen bekannt geben, doch die Faustregel lautet, dass die Schweizer Niederlassung 1 bis 2 Prozent zum Gesamtumsatz beiträgt. Laut Einschätzung von Greenbyte.ch hat HP Schweiz rund 2 Milliarden Dollar Umsatz erwirtschaftet, dies würde rund 220 Millionen Dollar Gewinn entsprechen. Gesamthaft hat HP offiziell 127,4 Milliarden Dollar Umsatz mit 12,7 Milliarden Dollar Gewinn.

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Stars optimistisch für 2012

Hauke Stars will mit HP Schweiz weiterhin schneller als der Markt wachsen. (pd)

Für das neue Geschäftsjahr gibt sich Stars optimistisch: «Selbst wenn das Markt-Umfeld schwieriger würde, bieten wir Lösungen, um Geld zu sparen.» HP solle weiterhin schneller als der Markt wachsen. Für Stars sei der Paradigma-Wechsel zur Cloud-Infrastruktur gut angelaufen. «Das Wachstum wird sich auch in diesem Jahr fortsetzen», sagte sie. Ab Anfang Jahr startet das Unternehmen die neue Cloud-Infrastruktur im frisch aufgerüsteten Rechenzentrum von Green.ch in Lupfig. Auf Aargauer Boden werden die europäischen Cloud-Dienste von HP abgewickelt. HP ist dort seit der Eröffnung des ersten Teils des Rechenzentrums eingemietet.

Stars hob den Stolz der Niederlassung hervor: Beispielsweise sei die Personal-Systems-Group (PSG) die umsatzstärkste Sparte in der Region General Western Europe. Die Region umfasst die skandinavischen und die Benelux-Länder, sowie die Schweiz und Österreich. PSG-Country-Manager Marcel Borgo erreichte den angestrebten Notebook-Marktanteil von 35 Prozent zwar nur in der ersten Hälfte des Jahres, aber er sei zuversichtlich, die Marke im nächsten Jahr zu erreichen. In diesem Geschäftsjahr waren es 32 Prozent. Borgo erwähnte nachdrücklich, dass 98 Prozent eines HP-Notebooks wiederverwertbar sind.

Schweizer Unternehmen kaufen wieder vermehrt Desktops

Klick zum Vergrössern: Das effiziente Container-Rechenzentrum wird mit eingebauter Kühlung ausgeliefert. (pd)

«Wir sind froh, bei HP zu bleiben. Die rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Partner hatten die Unsicherheiten um den möglichen Verkauf belastet», so Borgo. Laut einer Arbeitsgruppe trage PSG viel zum Erfolg des Gesamtkonzerns bei: «Die Synergien beim Cross- und Upselling helfen die Marktposition zu erweitern; PCs stellen erste Kundenkontakte in über 170 Ländern her; Forschung und Entwicklung profitieren gruppenübergreifend; die grosse Einkaufsmacht von 70 Milliarden Dollar im Supply Chain hilft der Profitabilität», so Borgo. Wegen der Einkaufsmacht sei die Marge des PC-Geschäfts bei über fünf Prozent. «Schweizer Unternehmen kaufen wieder vermehrt Desktops, vorwiegend um Kosten zu sparen», sagte Borgo.

Die «Imaging and Printing Group» (IPG) wuchs mit Managed Print Services doppelt so stark als der Gesamtmarkt. Mit den Managed Print Services übernimmt HP den effizienten Betrieb der Drucker, sendet lokale Partner und garantiert alle Recycling-Aufgaben für die Tinten, Patronen und Toner. IPG ist somit eine der nachhaltigsten Sparten und weltweit nach der generellen Services-Sparte (Gewinn: 5,1 Milliarden Dollar) der profitabelste HP-Geschäftsbereich mit 4 Milliarden US-Dollar.

Mit 3,2 Milliarden Dollar Umsatz und 700 Millionen Dollar Gewinn ist die Software-Sparte vergleichsweise winzig. HP bietet vorwiegend Management- und Automations-Software an. Stars betonte, dass ihr Arbeitgeber damit das sechstgrösste Software-Unternehmen der Welt sei. Laut der aktuellen Top-500-Liste des amerikanischen «Software-Magazine» (softwaremag.com) ist HP sogar das  drittgrösste Software-Unternehmen – die Services miteingerechnet.

HP bringt Appliances für Autonomy-Software

Klick zum Vergrössern: HP führt den Schweizer Notebook-Markt klar an. (IDC)

Neu zur Software hinzu kommt Autonomy mit 870 Milliarden Dollar Umsatz. Das Unternehmen bereitet für Grossunternehmen unstrukturierte Informationen auf. Rund 85 Prozent aller Daten sind unstrukturiert oder halb-strukturiert. Sie befinden sich beispielsweise in E-Mails, Social Media oder Dateisystemen. Nur etwa 15 Prozent der Daten liegen strukturiert in SQL-Datenbanken.

Autonomy kann derzeit über 700 Dateiformate lesen. Dies kombiniert mit einem SaaS-Dienst macht das junge Unternehmen aus Cambridge (GB) zum weltweit grössten Privat-Cloud-Anbieter mit 31 Petabyte an gespeicherten Daten. «Autonomy wird unter dem Dach von HP weiterhin eigenständig bleiben», sagte Adrian Marti, der dieses Geschäft für die Schweiz und Österreich aufbaut. Die Anwendungsgebiete in der Schweiz sind zum Start vorwiegend Risk-Management und Closed-Loop-Marketing», anwortete Marti auf Nachfrage von Greenbyte.ch.

Mit der neuen Datenanalyse-Plattform «Idol 10» veröffentlicht HP eine Kombination der Verarbeitungsfunktionen von Autonomy mit der Echtzeit-Analyse von Vertica. Das ermöglicht grossen Unternehmen, 100 Prozent der Daten vollständig zu analysieren;  wie Audio, Video, Social Media, E-Mail- und Web-Inhalte, als auch Kunden-Transaktionsprotokolle und Sensor-Daten.

HP hat auf der Kundenkonferenz HP Discover in Wien drei auf Hardware vorinstallierte, schlüsselfertige Lösungen (Appliances) für Idol 10 angekündigt. Die Appliances wurden für die Anwendungsfälle Archivierung, eDiscovery und Enterprise Search optimiert.

(Marco Rohner)

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Herausgeber von Greenbyte.ch, dem weltweit exklusiven Online-Magazin über den nachhaltigen Nutzen von Informationstechnologie, gegründet im Jahr 2011 und 500'000 Leser in den ersten drei Jahren erreicht.