Deepgreen verzögert sich weiter | Neue Allianz für LTE-Mobilfunk-Chips

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N E W S F L A S H – Der Deepgreen-Baubeginn im Herst 2011 hat nicht stattgefunden. Ein asiatisches Joint-Venture soll US-Hersteller Qualcomm unter Druck setzen.

Das Deepgreen-RZ soll mit 6 Grad kaltem Wasser aus 60 Meter Tiefe des Walensees gekühlt werden. (pd)

Der angekündigte Baubeginn des 12’000 Quadratmeter grossen Rechenzentrums am Walensee hat nicht stattgefunden. Laut der Tageszeitung Südostschweiz sind die Bagger noch immer nicht in der Biäsche bei Weesen aufgefahren. Der Bau des Tiefenseewasser gekühlten RZ verzögert sich damit weiter. Dessen PUE-Wert solle dereinst 1,10 erreichen. Eigentlich hätte das Rechenzentrum der Firma Deepgreen Datacenter bereits im Frühling 2011 bezugbereit sein sollen – hiess es im Mai 2010. Anstatt dass die Bagger auf der grünen Wiese auffuhren, kündigte jedoch der CTO André Oppermann per Ende August 2011. Zuerst hiess es von CEO Andy Reinhard, das Bewilligungsverfahren sei aufwändiger gewesen als erwartet. Nun sind offenbar Schwierigkeiten bei der Finanzierung des 40-Millionenprojektes der Grund für die Verzögerungen.

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Neue Allianz für LTE-Mobilfunk-Chips

Mit Handychips setzt Qualcomm jährlich 11 Milliarden Dollar um. (pd)

Asiatische Grosskonzerne haben ein Joint Venture für die Entwicklung von Mobilfunk-Chips angekündigt. Communication Platform Planning soll vor allem Chips für den neuen Mobilfunkstandard LTE entwickeln. Zusammen mit dem japanischen Mobilfunk-Anbieter NTT Docomo wollen die Unternehmen NEC, Fujitsu und Panasonic, sowie der südkoreanische Konzern Samsung bis Ende März 2012 ein Gemeinschaftsunternehmen auf die Beine stellen. Sie wollen die Marktmacht des US-Herstellers Qualcomm verringern. Der US-Hersteller ist Marktführer bei Funkchips für Smartphones.

(Marco Rohner)

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