Yahoo streicht Schweizer Rechenzentrum

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Yahoo hat auf den Einzug des Rechenzentrums in Avenches (VD) verzichtet. Trotz 30 Millionen Franken Investition und einem bezugsbereiten Bau verlieren nun 10 Angestellte ihre Stelle.

Die Luftkühlung des Rechenzentrums in Lockport, nahe New York, war Vorbild für Avenches. (pd)

Yahoo plante mit einem PUE von 1.08 eines seiner grünsten Rechenzentren in Avenches. Es sollte gemäss Plan nur mit Luft kühlen und in diesem Jahr in Betrieb gehen. Yahoo hat das Design des Rechenzentrums namens „Chicken Coop“ nach Hühnerfarmen benannt und selbst entwickelt. Es bewährte sich bereits in Lockport (USA). Mit der Ankündigung von Lockport im Jahr 2009 änderte Yahoo die CO2-neutrale Strategie weg von CO2-Zertifikaten hin zu einer nachhaltigen Standortwahl mit sauberer Energie.

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Yahoo war seit 2007 auf der Suche nach Grundstücken für einen Neubau eines Rechenzentrum in der Westschweiz. 2010 fiel dann der Entscheid für die billigere Variante, ein bestehendes Gebäude umzubauen. Anstatt auszubauen will Yahoo nun weltweit tausende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlassen. Der Europahauptsitz des Internet-Unternehmens ist ebenfalls im Kanton Waadt. Im Oktober 2010 wurden in Rolle die Grundsteine gelegt für einen Verwaltungssitz für die Region Europa, Nahost und Afrika (EMEA).

(Marco Rohner)

Die Pläne des Rechenzentrums in Avenches zeigen, wie die warme Abluft nach oben abgeführt würde. (pd)

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Marco Rohner
Journalistischer Unternehmer der neu erfindet, wie Geschichten in einer allzeit verbundenen Welt erzählt werden. Er ist Herausgeber von Greenbyte.ch, dem weltweit exklusiven Online-Magazin über den nachhaltigen Nutzen von Informationstechnologie, gegründet im Jahr 2011 und 500'000 Leser in den ersten drei Jahren erreicht.
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