Intel drängt in Markt für Handy-Hardware

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Das Marktforschungs-Unternehmen IHS iSuppli hat Intel als kommende Grösse im Markt für Smartphones und Medien-Tablets vorhergesagt. Platzhirsch ARM müsse sich auf starke Konkurrenz gefasst machen. Intels revolutionäre 3D-Transistor-Technologie (original 3D Tri-Gate Transistor) sei eine scharfe Prozessor-Munition zum Eintritt in den Ausrüstermarkt für Mobilfunk-Hardware. Smartphones und Medien-Tablets sind die zwei wachstumsstärksten Märkte für Prozessoren.

Erstmals in der 50-jährigen Geschichte, seit Silizium-basierte Prozessoren hergestellt werden, ist eine industrielle Produktion mit dreidimensionalen Strukturen möglich. (Intel)

Das amerikanische Nachrichten-Portal CNET hat aus anonymen Quellen erfahren, dass Intel für 2013 eine neue Generation der billigsten Produktreihe namens «Atom» entwickelt, Codename Silvermont. Die kommende Atom-Generation sei ein SOC (System on a Chip), ein PC-System auf einem Chip. Die neuen Atoms sind mit den 3D-Transistoren in 22 Nanometern gefertigt. Aktuelle Atom-Prozessoren sind in 32 Nanometern gefertigt. Das Potenzial eines so stark zusammengefassten und verkleinerten Systems wäre besonders für sparsamen Energiebrauch gross. Laut CNET soll dies die grösste Weiterentwicklung der Atom-Plattform seit deren Einführung 2008 darstellen.

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Intel erwartet 15 Billionen Geräte per 2015 in der Cloud

Kirk Skaugen von Intel zeigt einen herkömmlichen Wafer. (Intel)

Kirk Skaugen, Vice President und General Manager der Data Center Group, hat an der Konferenz Interop in Las Vegas verkündet, dass bis 2015 über 15 Milliarden Geräte in einem Cloud Computing Dienst laufen werden. Ein Beispiel dafür ist Googles Notebook-Betriebssystem, das ab nächstem Monat in speziell dafür abgespeckten Notebooks läuft – ohne Festplatte und ohne Disk-Laufwerk. Nicht zu vergessen ist in diesem Zusammenhang, dass mit Eye OS in dieser Woche die Version 2.5 angekündigt wurde. Dieses Cloud-Betriebssystem funktioniert seit 2005 nach dem gleichen Prinzip. Mit Cloud Computing in diesem Sinne soll Rechenleistung für Software per Internet-Verbindung auf Server und Rechenzentren ausgelagert werden. Dadurch können die Geräte kleiner und energieeffizienter werden, ohne bei der Leistung Kompromisse einzugehen.

Bei den Smartphones ist ein interessanter Trend zu beobachten, dass mit energieeffizienteren Prozessoren auch die Akkus kleiner werden. Das reduziert den vielfach umweltschädlichen Aufwand zum Herstellen und Entsorgen der teilweise giftigen Materialien und Komponenten. Als angenehmer Nebeneffekt nimmt ein kleinerer Akku einen verhältnismässig grossen Teil des Gewichts weg. Intels Wechsel auf 3D-Transistoren befreit die Produktion von teureren Wafern mit SOI-Strukturen, dem bisherigen Grundmaterial in der Prozessor-Herstellung.

(Marco Rohner)

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