Private Telcos verlassen Branchenverband Asut

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   N E W S F L A S H    – Die Telekommunikations-Provider Orange, Sunrise und UPC Cablecom wollen per Ende Jahr aus dem Branchenverband Asut auszutreten. Die drei privat geführten Unternehmen begründen der stark unterschiedlichen Interessen mit Swisscom.

Asut-Präsident Fulvio Caccia (r.) vertritt gegenüber Bundesrätin Doris Leuthard (l.) zukünftig die Interessen des Verbandes ohne Orange, Sunrise und UPC Cablecom. (pd)

Der Verband ist erstaunt über das gleichzeitige gemeinsame Austreten der drei Provider, denn sie seien sich in zentralen Fragen uneinig: Sunrise setzt sich vehement für die die Öffnung und den Zugang zu sämtlichen Breitbandnetzen ein, ups cablecom verschliesse sich beispielsweise der technologieneutralen Ausformulierung des Netzzuganges im Fernmeldegesetze – jetzt und auch bei der früheren Revision.

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«Asut bedauert den Entscheid der drei Provider aus dem Verband auszutreten», schreibt der Telekomverband in einer Stellungnahme. Der Verband sieht auch die Chance, sich wieder vermehrt für eine gemeinsame Branchenposition im Interesse eines starken Telekommunikationsstandortes Schweiz einzusetzen und nach aussen zu vertreten.

Seit Gründung des Branchenverbands Asut seien die Differenzen der grossen Telekomanbieter immer wieder aufgekommen: «Es war von Anfang an klar, dass es in gewissen Fragen kaum möglich war, innerhalb der Asut einen Konsens zu finden und es wurden deshalb auch häufig Mehrheits- und Minderheitsmeinungen kommuniziert.»

(Marco Rohner)

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Marco Rohner
Journalistischer Unternehmer der neu erfindet, wie Geschichten in einer allzeit verbundenen Welt erzählt werden. Er ist Herausgeber von Greenbyte.ch, dem weltweit exklusiven Online-Magazin über den nachhaltigen Nutzen von Informationstechnologie, gegründet im Jahr 2011 und 500'000 Leser in den ersten drei Jahren erreicht.
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