Google beendet Solar-Initiative

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Google hat die Initiative für erneuerbare Energien eingestellt. Der Internet-Konzern startete im Jahr 2007 mit «Renewable Energy Cheaper than Coal». Google wird laut eigenen Angaben weiterhin erneuerbare Energien auf breiter Basis fördern.

Ab 2013 wird das Solarturm-Kraftwerk in Ivanpah rund 170'000 Haushalte mit Strom versorgen. (pd)

Das Unternehmen investierte bisher über 850 Millionen Dollar, um erneuerbare Energien weiterzuentwickeln und einzusetzen. Dies entspricht laut Unternehmensangaben 1,7 Gigawatt Strom, soviel wie 350’000 amerikanische Häuser verbrauchen. Dass Google das eigene Forschungsprogramm für Solarenergie einstellt, ist ein weiteres Zeichen der neuen Ausrichtung unter der neuen Führung von Mitgründer und CEO Larry Page. Im Sommer stellte Google mit Diensten wie  «App-Engine» auch das Strom-Messwerkzeug «Power Meter» ein. Die Begründung ist, dass andere Unternehmen besser positioniert seinen, um den Weg für saubere Energie anzuführen. Google hat mit den Forschungsprojekten eine Grenze erreicht. Die technischen Ergebnisse hat Google frei veröffentlicht.

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Solarenergie mit der Leistung eines kleinen Gaskraftwerks

Im Rahmen der Initiative investierte Google in die Unternehmen Brightsource Energy und eSolar. Allein 168 Millionen Dollar investierte der Internet-Riese in das grösste Solarturm-Kraftwerk Ivanpah in der kalifornischen Wüste. Ab  2013 werden dort in Spitzenzeiten bis zu 392 Megawatt Strom produziert, genug für 170’000 Haushalte. Google hat Ingenieure für dieses Projekt von Brightsource angesetzt. Die entwickelten billigere Heliostate. Sie verwendeten dazu billigere Materialien und intelligentere Software-Steuerungen.  Ausserdem reduzierten sie die Gesamtkosten und den Wasserverbrauch des Systems.

Google hat zudem in Keramik-Bohrköpfe investiert, die für geothermische Bohrungen gebraucht werden. Die erste geothermische Karte der USA wurde ebenfalls unterstützt. Sie ist als Plugin auf Google Earth einsehbar.

(Marco Rohner)

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